[13.05.2026] Beim Bergduathlon in Kamenz ist am 3. Mai die Regionalliga Ost in die Saison 2026 gestartet. Der Wettkampf, der im Rahmen des Lausitzer Blütenlaufs ausgetragen wurde, verlangte den Athletinnen und Athleten einiges ab: 5,5 Kilometer Laufen, 27 Kilometer Radfahren und abschließend noch einmal 2 Kilometer Laufen – alles auf sehr profilierten Strecken. Dazu kamen sommerliche Temperaturen um 27 Grad. Entsprechend selektiv war das Rennen von Beginn an.
Organisiert wurde der Wettkampf vom Ostsächsischen Schwimmverein Kamenz, der den 36 Mannschaften ein hervorragend vorbereitetes erstes Saisonrennen bot. Die Zahl der Teams war ebenso ein Rekordwert wie die 14 Mannschaften und Startgemeinschaften aus Berlin, die in Kamenz an der Startlinie standen. Für die Regionalliga Ost war es der erste von insgesamt fünf Wettkämpfen der Saison.
Frauen: Berliner Startgemeinschaft auf dem Podium

Berliner Frauenpower: Henriette Grassmann, Hedda Dubert und Elisabeth Eitz (Foto: Lutz Eisold @ickspunkt.pixel)
Bei den Frauen entwickelte sich das Rennen zunächst zugunsten von Maja Betz vom IK-Bau Racingteam TSV Cottbus, die nach dem ersten Lauf in 21:31 Minuten vorne lag. Auf dem Rad übernahm dann aber das Triathlon Team Thüringen die Kontrolle. Yasmin Ulbrich setzte sich mit einer starken Gesamtleistung durch und gewann in 1:20:30 Stunden vor ihren Teamkolleginnen Jana Millat und Emilia Görlich. Das Thüringer Team entschied damit auch die Mannschaftswertung souverän für sich.
Aus Berliner Sicht überzeugte vor allem die Startgemeinschaft TuS Neukölln/BSV Friesen. Henriette Grassmann erreichte als beste Berlinerin den 6. Platz, Elisabeth Eitz folgte auf Rang 9, Hedda Dubbert komplettierte als 13. das starke Teamergebnis. In der Mannschaftswertung bedeutete das Platz 3 und damit gleich zum Saisonauftakt einen Podestplatz. Der Triathlon Verein Berlin 09/TiB 1848 kam mit Clara Nehrkorn, Jorien Krediet, Zora Kaßbohm und Jennifer Fredrich auf Platz 5 der Teamwertung. Die dritte Berliner Startgemeinschaft SCC Berlin/TuS Neukölln/BSV Friesen belegte mit Marie Watzke und Lara-Isabel Franz Rang 7.
Männer: TVB 09/TiB 1848 und BSV Friesen dicht beieinander
Die Männer und Mastersmannschaft vom BSV Friesen (Foto: Lutz Eisold @ickspunkt.pixel)
Bei den Männern wurde schon auf dem ersten Laufabschnitt hohes Tempo gemacht. Finn Eschler vom Dresdner Spitzen Triathlon Team lief dort die schnellste Zeit, dicht gefolgt von Paul Brandenburger vom BSV Friesen und Peer Wächter aus Dresden. Die Entscheidung fiel jedoch auf der bergigen Radstrecke: Altmeister Markus Thomschke vom Triathlon Team Lausitz fuhr mit 43:22 Minuten die deutlich schnellste Radzeit des gesamten Feldes und ließ sich den Tagessieg anschließend nicht mehr nehmen. Er gewann in 1:09:55 h vor Finn Eschler und Peer Wächter.
Die beste Berliner Einzelplatzierung holte Sascha Vetter von A3K Berlin auf Rang 8. Dahinter folgten weitere starke Berliner: Maximilian Meißner vom BSV Friesen wurde 13., Florian Seifert und Moritz van Haacke vom Triathlon Verein Berlin 09/TiB 1848 belegten die Plätze 14 und 15, Christian Tölg von A3K Berlin kam auf Rang 16.
Warum Regio Ost? Genau deshalb! (Foto: Lutz Eisold @ickspunkt.pixel)
In der Mannschaftswertung gab es aus Berliner Sicht ein besonders enges Ergebnis. Der Triathlon Verein Berlin 09/TiB 1848 erreichte mit Florian Seifert, Moritz van Haacke, Philipp Bähre und Rico Apenborn einen hervorragenden 4. Platz. Nur eine Platzziffer dahinter folgte der BSV Friesen auf Rang 5. Für beide Teams war das ein sehr starker Auftakt in die Saison.
Auch die Männer vom A3K Berlin (Sascha Vetter, Christian Tölg, Dustin Kollhoff und Lucian Yavuz) sammelte mit Platz 8 wichtige Punkte. Die Startgemeinschaft SCC Berlin/Weltraumjogger (Yassine Ben Houssine, Tian Ripsas Camilo Colorado und Bernardo Low-Beer) belegte Rang 11, der TuS Neukölln Berlin (Niklas Rosbach, Yoann Le Noac'h, Tim Schiffer und Fransico Chinchurreta Jimenez) kam auf Platz 12 und die Liga-Rookies der Berlin Braves mit Daniel Montero, Sam Vitzthum, Adrian Kenneally und Yan St-Pierre auf Platz 14. Damit waren die Berliner Männerteams in Kamenz breit vertreten und konnten gleich im ersten Rennen zeigen, dass sie in dieser Saison in der Regionalliga Ost eine sichtbare Rolle spielen wollen.
Die Frauen und Männer vom SCC Berlin und der Weltraumjogger (Foto: Lutz Eisold @ickspunkt.pixel)
Masters: TuS Neukölln und A3K Berlin auf den Plätzen zwei und drei
Eine besondere Wertung gibt es in der Masters-Konkurrenz: Je nach Altersklasse wird ein Zeitbonus von der Nettozeit abgezogen. Die Platzierung ergibt sich anschließend aus dieser altersgewichteten Zeit. Dadurch blieb es auch nach dem Zieleinlauf spannend.
Den Tagessieg in der Masters-Wertung holte Christian Pfeifer vom Dresdner Spitzen Triathlon Team. Dahinter folgte sein AK60-Teamkollege Toralf Dittberner. Bester Berliner war Sebastian Blecke vom TuS Neukölln Masters, der mit der bereinigten Zeit von 1:15:16 Stunden Platz 3 erreichte. Nur knapp dahinter folgten Michael Richter (A3K Berlin 1) und Dominik Rueß vom Triathlon Verein Berlin 09/TiB 1848, der in mit 1:17:30 h eine der schnellsten reinen Gesamtzeiten im Feld erzielte.

Das Podest bei den Masters mit Tus Neukölln (2.), Dresdner Spitzen Triathlon Team (1.) und A3K Berlin (3.)
In der Mannschaftswertung sorgten die Berliner Masters für das beste Berliner Gesamtergebnis des Tages: die TuS Neukölln Masters belegten Platz 2 (Sebastian Blecke, Frank Manthey, Dirk-Oliver Beyer) hinter dem Dresdner Spitzen Triathlon Team. Direkt dahinter kam A3K Berlin 1 (Enrico Heinowsky, Daniel Heinath und Michael Richter) auf Rang 3. Die Startgemeinschaft Triathlon Verein Berlin 09/TiB 1848 folgte auf Platz 4 (Dominik Rueß, Johannes Brünink, Sebastia Kurt und Robert Scheibe) . Damit standen gleich drei Berliner Masters-Teams unter den besten vier Mannschaften.
Weitere Berliner Teams sammelten ebenfalls Punkte: die BSV Friesen Masters (Nils Dehne und Florian Lorenzen) wurden ersatzgeschwächt Zwölfter und A3K Berlin 2 mit Holger Dembrowski, Tortsen Sandbeck und Doman Nemes belegte Rang 13. Gerade in der Masters-Wertung zeigte sich damit, wie breit und leistungsstark die Berliner Vereine in der Regionalliga Ost aufgestellt sind.
Gelungener Start in eine lange Saison
Kamenz war ein anspruchsvoller und würdiger Auftakt in die Regionalliga-Ost-Saison 2026. Hitze, Höhenmeter und das ungewohnte Duathlonformat machten den Wettkampf zu einer echten Standortbestimmung. Weiter geht es Ende Mai in Gera. Dort wartet mit dem Teamstaffel-Format bereits die nächste Herausforderung auf die Athleten und Athletinnen der Regionalliga Ost.
Die Männermannschaft von TuS Neukölln (Foto: Lutz Eisold @ickspunkt.pixel)
