Foto: Jan Rockahr
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(10.09.2026] Der Berlin-Cup 2026 ist entschieden. TiB 1848 e.V. gewinnt in diesem Jahr sowohl die Frauen- als auch die Männerwertung und sichert sich damit das Double im Berliner Mannschaftswettbewerb. Während die TiB-1848-Frauen erstmals ganz oben stehen, konnten die Männer ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Spannend wurde es noch auf den weiteren Podiumsplätzen. Die Entscheidungen dazu fielen erst beim achten und somit letzten Wettbewerb des diesjährigen Cups, dem BerlinWoMan letzten Samstag.

Der Berlin-Cup wurde 2013 ins Leben gerufen und fand 2026, unterbrochen lediglich durch das Jahr 2020 ohne Wertung, bereits zum 13. Mal statt. Acht Wettkämpfe vom Winterduathlon im Februar bis zur Triathlon Mitteldistanz im September gehörten dieses Jahr zur Serie. Pro Rennen kamen bei den Männern die drei besten Athleten eines Vereins und bei den Frauen die beiden besten Athletinnen in die Mannschaftswertung. Am Saisonende wurden jeweils die beiden Ergebnisse mit den wenigsten Punkten gestrichen. Für die Podiumsmannschaften gibt es jeweils ein kleines Preisgeld.

Mit 141 Punkten entschieden die Frauen von TiB 1848 e.V. die Gesamtwertung für sich. Platz zwei ging mit 125 Punkten an die Triathlon-Team-Berlin-Frauen, gefolgt vom SCC-Berlin-Frauenteam mit 116 Punkten. TiB sammelte über die Saison hinweg regelmäßig Punkte. Nach Platz drei beim Sisu-Winterduathlon folgten Siege bei der Mountain-Challenge, beim Spreewald-Duathlon, beim Berlin-Triathlon und beim Scharmützelsee-Triathlon. In Kallinchen kam ein zweiter Platz hinzu. Damit standen bereits vor dem letzten Wettkampf sechs gute Ergebnisse für die Wertung fest. Zu den Punkten für den Gesamtsieg trugen Clara Nehrkorn, Kristin Rammelkamp, Zora Kaßbohm und Annalena Kästl bei. Der Sieg von TiB 1848 beendet zugleich die Erfolgsserie der Teamwork Berlin-Frauen, die die Wertung in den beiden Vorjahren gewonnen haben.
 

Berlin Cup 2026 TiB 1848

Die Berlin-Cup-Sieger 2026 bei den Frauen und Männern: TiB 1848 e.V.: Eike Hartmann, Karlos El-Khatib, David Suchodoll, Uli Weidhas, Matthias Thom, Johannes Brünink, Clara Nehrkorn, Annalena Kästl (v.l.n.r.)

 

Auch beim zweitplatzierten Tri Team Berlin spielte die gemeinsame Saison eine große Rolle. Anne Wendler sammelte zusammen mit Henriette Meyer über mehrere Wettkämpfe Punkte für die Mannschaft und verfolgte dabei über die Saison hinweg das Ziel, in der Gesamtwertung möglichst weit nach vorn zu kommen. Für Anne Wendler, die bereits seit vielen Jahren im Triathlonsport aktiv ist, war der Berlin-Cup dabei ein weiteres sportliches Ziel, das sie mit viel Kontinuität und Ausdauer verfolgte.

Wie bei den Frauen ging auch bei den Männern der Gesamtsieg an TiB 1848 e.V.. Mit 140 Punkten verteidigte die Mannschaft ihren Titel aus dem Vorjahr. Dahinter wurde es deutlich enger. Der BSV Friesen 1895 belegte mit 128 Punkten Rang zwei, gefolgt von KSV Ajax Neptun Berlin mit 127 Punkten. Für TiB kamen im Saisonverlauf Eike Hartmann, Johannes Brünink, Matthias Thom, Karlos El-Khatib, Juan Chacón, Nils Hatje, Johann Burmeister und David Suchodoll in die Wertung. Sie gewannen den Sisu-Winterduathlon und die Mountain-Challenge. Weitere erste Plätze folgten beim Berlin-Triathlon und beim Scharmützelsee-Triathlon. Beim Spreewald-Duathlon und in Kallinchen belegte das Team jeweils Rang drei. Damit war der Gesamtsieg bereits vor dem abschließenden BerlinWoMan abgesichert.

Den Abschluss der Serie bildete am 5. September die Mitteldistanz beim BerlinWoMan, bei der gleichzeitig die Berliner Meisterschaften über die Mitteldistanz ausgetragen wurden. Bei den Frauen gewann der SCC Berlin die Tageswertung mit Isabella Fischer und Anke Ollech. Dahinter folgten Teamwork Berlin mit Jasmin Wühle sowie der TVB 09 mit Janine Bormann und Natalia Khesse. 

Auch bei den Männern ging der Tagessieg an den SCC Berlin. Alex Rodriguez Pares, Dr. David Domingos und Sidney Hahn holten die maximalen 24 Punkte. Platz zwei ging an KSV Ajax Neptun Berlin mit Tom Umlauft, David Ochainski und Stefan Sander. Dritter wurde der BSV Friesen 1895 mit Junior Paul Brandenburger, Bram van Montfort und Björn Hirte. Die bereits als Gesamtsieger feststehenden Männer von TiB 1848 e.V. belegten mit Nils Hatje, Eike Hartmann und Juan Chacón Rang fünf.

Einen großen Anteil am sportlichen Abschneiden von TiB 1848 e.V. in dieser Saison hatte der sportliche Leiter David Suchodoll. Für ihn war es zugleich die letzte Saison in dieser Funktion, da er Berlin leider verlässt. „Für uns bedeutet der Doppelsieg wirklich viel. Er ist auf zwei Ebenen die Bestätigung, dass sich unsere Bemühungen im Verein auszahlen“, sagt David. In den vergangenen Jahren hatte sich der Verein unter dem Vorsitz von Karlos El-Khatib intern neu aufgestellt. Es wurden Trainingslager und vereinsinterne Fortbildungen durchgeführt. Ziel sei es gewesen, Wissen innerhalb des Vereins breiter zu vermitteln und neben dem eigentlichen Training zusätzliche Angebote zu schaffen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auch auf den Frauen im Verein. „Wir wollten unsere Frauen da voll mitnehmen“, erklärt Suchodoll. Dieses Engagement wurde auch finanziell unterstützt. Für ihn selbst sei der Doppelsieg in seiner Abschiedssaison noch einmal ein schöner Abschluss gewesen und nebenbei zeigte er beim BerlinWoMan-Aquabike seine Radpower. Ganz aus dem Trainingsbetrieb zieht er sich allerdings nicht zurück. Er begleitet weiterhin eine Gruppe auf dem Weg zur Challenge Roth 2027 und schreibt Lauf- und Radpläne.

Auch der KSV Ajax Neptun Berlin blickt zufrieden auf die Saison zurück. Der dritte Platz bei den Männern ist für den Verein das bisher beste Ergebnis in der Berlin-Cup-Historie.  Abteilungs-Präsident Stefan Sander erklärt, dass der Berlin-Cup in diesem Jahr bewusst stärker in den Mittelpunkt gerückt wurde, um mehr Mitglieder für Wettkämpfe zu motivieren und den Teamgedanken zu fördern. Viele hätten mitgemacht, zudem seien neue Trainingsgruppen und Freundschaften entstanden. „Es ging in erster Linie gar nicht um Podestplätze, sondern darum, den Kopf über Wasser zu halten, nicht zu ertrinken – und natürlich um den Spaß!“, fasst Stefan die Saison zusammen. Beim letzten Rennen gelang mit Platz zwei in der Tageswertung dann noch einmal das beste Einzelergebnis des Vereins in dieser Saison. Tom Umlauft, David Ochainski und Stefan Sander sorgten beim BerlinWoMan für 23 Punkte.

Berlin Cup 2026 KSV Ajax Neptun
Platz 3 und somit erstes Mal aud dem Podium im Berlin-Cup: Die Männer vom KSV Ajax Neptun Berlin mit Jens Ehreke, David Ochainski, Ronny Zeika, Hendrik Simon, Tom Umlauft, Oliver Wegener, Thomas Oestreich (v.l.n..r)

Der BSV Friesen 1895 belegte mit 128 Punkten Platz zwei bei den Männern und lag damit am Ende nur einen Punkt vor KSV Ajax Neptun Berlin. Dabei lag der sportliche Schwerpunkt des Vereins nicht ausschließlich auf dem Berlin-Cup 2026. „Bei uns lag dieses Jahr der Fokus eher auf der Regionalliga, weil wir erstmals seit längerem dort wieder ein eigenes Team an den Start gebracht haben“, erklärt Triathlon-Sportwart Florian Lorenzen. Trotzdem hatte der Verein zu Saisonbeginn auch für den Berlin-Cup mobilisiert. Zum Einsatz kam ein Mix aus erfahrenen Athleten und Nachwuchssportlern. 
 

Berlin Cup 2026 BSV Friesen

Platz 2 im Berlin-Cup-Endranking: Die Männer vom BSV Friesen 1895 e.V.: Björn Hirte. Paul Brandenburg, Nils Dehne, Florian Lorenzen, Jannes Heise, Maximilian Meißner (v.l.n.r.)

Danke an alle Vereine, die den diesjährigen Berlin-Cup mit Leben gefüllt haben und nicht nur 'aus Versehen' dabei waren. Wir haben versucht die jeweiligen Zwischenstände nach der berechtigten Kritik aus den Vorjahren etwas schneller zu veröffentlichen. Die Verleihung der Buddy-Pokale und Überreichung der Gutscheine erfolgt beim nächsten Verbandstag (Februar 2027). Der nächste Cup folgt bestimmt, weil "Der Berlin-Cup ist eine super Sache für den Sport-, Wettkampf- und vor allem Teamgeist“ (Stefan Sander).

 

Endstand BerlinCup 2026