[02.09.2026] Beim traditionsreichen Kallinchen Triathlon am 30. August 2026 am Motzener See wurden in diesem Jahr die Berliner Meisterschaften über die Sprintdistanz sowie die Berliner Nachwuchsmeisterschaften der Jugend A und der Juniorinnen und Junioren ausgetragen. Der seit 1989 stattfindende Wettkampf wurde erneut von den Ausdauerfreunden und Sisu Berlin organisiert. Neue Berliner Meister über die Sprintdistanz wurden Mori Finder und Nickolas Lemmin (beide SCC Berlin)
Das Wetter zeigte sich sommerlich, allerdings machte vor allem der teilweise starke und böige Wind den Athletinnen und Athleten auf der Radstrecke zu schaffen. Auf der Sprintdistanz waren 900 Meter Schwimmen, 26 Kilometer Radfahren und 4,7 Kilometer Laufen zu absolvieren. Insgesamt kamen 47 Berliner Athletinnen und Athleten in die Meisterschaftswertung und sorgten insbesondere an der Spitze für einen sehr hochwertigen Wettkampf. Erfreulich war, dass die Veranstalter trotz des komplett ausgebuchten Rennens am Samstag noch Nachmeldungen ermöglichten und damit weiteren Athletinnen und Athleten die Chance auf einen Start gaben. Dafür ein großes Dankeschön an das Organisationsteam.
Das Rennen der Frauen wurde zunächst von zwei jungen Athletinnen bestimmt. Mori Finder vom SCC Berlin setzte mit 13:30 Minuten die schnellste Schwimmzeit des gesamten Frauenfeldes und ging damit als Erste auf die Radstrecke. Nur 25 Sekunden später folgte Ellie Glieneke. Die ehemalige BSV-Friesin startet inzwischen für Triathlon Potsdam und trainiert am Olympiastützpunkt in Potsdam. Auf dem Rad entwickelte sich ein enges Rennen. Ellie benötigte für den Radabschnitt 47:01 Minuten und lag damit nach Schwimmen und Radfahren praktisch gleichauf mit Mori . In der Berliner Meisterschaftswertung fuhr Clara Nehrkorn von der TiB 1848 mit 47:23 Minuten die schnellste Radzeit, während die schnellste Radzeit des gesamten Frauenfeldes mit 46:25 Minuten an Bianca Hartwig (Potsdam) ging. Die Entscheidung um den Gesamtsieg fiel schließlich beim Laufen. Ellie zeigte hier mit 18:57 Minuten die deutlich schnellste Laufzeit und gewann den Kallinchen Triathlon in 1:19:53 Stunden. Mori Finder folgte rund 1,5 Minuten später als Gesamtzweite sicherte sich damit den Berliner Meistertitel über die Sprintdistanz. Auch dahinter setzte sich der starke Berliner Nachwuchs in Szene. Isabella Fischer vom SCC Berlin Triathlon erreichte nach 1:25:31 h den dritten Platz der Gesamtwertung und wurde Berliner Vizemeisterin. Mit 20:26 Minuten lief sie sogar zwei Sekunden schneller als Mori und erzielte die schnellste Laufzeit innerhalb der Berliner Meisterschaftswertung. Bronze in der Berliner Landesmeisterschaft ging an Clara Nehrkorn, die nach 1:30:09 h das Ziel erreichte.

Das Podium der Berliner Meisterschaft bei den Frauen: 1. Mori Finder (SCC Berlin), 2. Isabella Fischer (SCC Berlin) , 3. Clara Nehrkorn (TiB 1848 e.V.)
Noch deutlicher war die Dominanz der jungen Athleten im Männerfeld. Die ersten fünf Plätze der Berliner Meisterschaft gingen an Athleten der Jugend A beziehungsweise der AK20.
Bereits beim Schwimmen sorgte Fabian Weis vom BSV Friesen für ein erstes Ausrufezeichen. Der vom Schwimmen kommende Neu-Triathlet stieg nach nur 12:47 Minuten als Schnellster des gesamten Männerfeldes aus dem Motzener See. Dahinter folgten Nima Noga in 13:34 Minuten sowie Nickolas Lemmin (SCC Berlin) und Valentin Rovinolo zeitgleich in 13:39 Minuten.
Auf dem Rad übernahm Nickolas die Spitze. Nach Schwimmen und Radfahren lag er mit 55:57 Minuten drei Sekunden vor Fabian. Valentin folgte mit etwas mehr als zwei Minuten Rückstand. Die schnellste Radzeit innerhalb der Berliner Meisterschaft erzielte David Suchodoll von der TiB 1848 mit 40:07 Minuten. Beim abschließenden Lauf ließ Nickolas dann nichts mehr anbrennen. Mit 16:37 Minuten lief er die zweitschnellste Zeit des Tages und gewann nach 1:12:34 Stunden sowohl den Kallinchen Triathlon als auch die Berliner Meisterschaft. Besonders bemerkenswert waren die Auftritte der beiden Nachwuchsathleten Fabian Weis und Valentin Rovinolo vom BSV Friesen. Fabian bestätigte nach seiner schnellsten Schwimmzeit auch auf den weiteren Abschnitten seine starke Leistung und wurde in 1:13:28 h Berliner Vizemeister. Nur elf Sekunden später folgte Valentin auf Platz drei. Der Moderne Fünfkämpfer hatte erst rund einen Monat zuvor in Kaunas gemeinsam mit der deutschen Männerstaffel den U17-Weltmeistertitel im Modernen Fünfkampf gewonnen. In Kallinchen zeigte er insbesondere beim Laufen sein großes Potential: Mit 15:37 Minuten erzielte er die mit Abstand schnellste Laufzeit des gesamten Männerfeldes und arbeitete sich noch bis auf elf Sekunden an Fabian heran. Auf Platz vier folgte Ferdinand Karnath Jr. vom TuS Neukölln in 1:15:11 Stunden. Nima Noga (BSV Friesen) komplettierte als Fünfter in 1:15:35 Stunden die starke Vorstellung des Berliner Nachwuchses.

Das Podium der Berliner Meisterschaft bei den Männern: 2. Fabian Weis (BSV Friesen), 1. Nickolas Lemmin (SCC Berlin Triathlon), 3. Valentin Rovinolo (BSV Friesen)
Berliner Meisterinnen und Meister der Altersklassen
Jugend A: Emma Kienscherf und Nickolas Lemmin
Junioren/innen: Isabella Fischer
AK20: Mori Finder und Ferdinand Karnath Jr.
AK25: David Suchodoll
AK30: Jessica Gottschalk und Jan Lurweg
AK35: Lisa Bräuer und Björn Hirte
AK40: Clara Nehrkorn und Eike Hartmann
AK45: Thomas Wintrich
AK50: Thomas Oestreich
AK55: Kerstin Snigola und Dirk-Oliver Beyer
AK60: Rene Landgraf
AK65: Frank Graf
AK70: Ferdinand Karnath Sr.
Ergebnisse Berliner Meisterschaft Sprint-Distanz
Ergebnisse Sprint-Distanz
Berlin Cup
Außerdem war die Berliner Meisterschaft über die Sprintdistanz der siebente und somit vorletzte Wertungswettkampf im diesjährigen Berlin-Cup. In der Tageswertung der Frauen setzte sich der SCC Berlin mit Mori Finder und Isabella Fischer durch. Platz zwei ging an TiB 1848 e.V. mit Clara Nehrkorn und Annalena Kästl. Dritter wurde TVB 09 mit Jennifer Fredrich und Lisa Bräuer. Dahinter folgten die Tri-Finisher Berlin mit Jessica Gottschalk sowie der BSV Friesen 1895 mit Allison Langer.
Bei den Männern ging der Tagessieg und somit 24 Punkte an den BSV Friesen mit Fabian Weis, Valentin Rovinolo und Björn Hirte. Platz zwei belegte der TuS Neukölln mit Ferdinand Karnath jr., Nima Noga und Altmeister Dirk-Oliver Beyer. Rang drei ging an TiB 1848 e.V. mit David Suchodoll, Eike Hartmann und Johannes Brünink. Auf den weiteren Plätzen folgten KSV Ajax Berlin, TVB 09, Teamwork Berlin, SCC Berlin Triathlon, Tri-Finisher Berlin, Berliner TSC, Triathlon Team Berlin, die Berliner Wasserratten und LTC Berlin.

In der Gesamtwertung der Frauen hat TiB 1848 e.V. nach sieben Wettkämpfen die Führung übernommen und liegt mit 141 Punkten an der Spitze. Dahinter folgt das Tri Team Berlin mit 123 Punkten. Auf Platz drei liegt der SCC Berlin mit 92 Punkten vor TVB 09 mit 88 Punkten und Teamwork Berlin mit 64 Punkten. Da in der Endwertung des Berlin-Cups nur die sechs punktbesten Ergebnisse zählen und zwei Streichergebnisse berücksichtigt werden, ist TiB 1848 e.V. vor dem abschließenden BerlinWoMan am 5. September nicht mehr einzuholen und steht damit bereits als Sieger bei den Frauen fest. Herzlichen Glückwunsch!
Bei den Männern ist die fortlaufende Gesamtwertung nach sieben Wettkämpfen auf den ersten Blick noch besonders eng: KSV Ajax Neptun Berlin und TiB 1848 e.V. liegen jeweils bei 140 Punkten. Dahinter folgen der BSV Friesen mit 137 Punkten, die Berliner Wasserratten mit 123 Punkten und das Tri Team Berlin mit 116 Punkten. Durch die Regelung mit zwei Streichergebnissen ist die Entscheidung aber auch hier bereits gefallen. TiB 1848 e.V. um Teamchef David Suchodoll kann in der bereinigten Endwertung nicht mehr eingeholt werden und steht damit ebenfalls vorzeitig als Berlin-Cup-Sieger 2026 bei den Männern fest und verteidigt seinen Vorjahrestriumph. Auch hier: Herzlichlichen Glückwunsch!

Damit sind zwar die Entscheidungen um die Berlin-Cup-Siege 2026 bereits vor dem letzten Wertungslauf gefallen. Offen bleibt beim abschließenden BerlinWoMan am 5. September aber noch, welche Teams die weiteren Podestplätze und Platzierungen in der Gesamtwertung belegen. Und natürlich geht es um die Berliner Meistertitel über die Mitteldistanz.
Olympische Distanz (1.8 - 39 - 10 km)
Neben der Sprintdistanz wurde in Kallinchen auch wieder über die Olympische Distanz gestartet. Bei den Frauen setzte sich Marie Watzke in 2:25:57 Stunden durch. Grundlage für ihren Erfolg war insbesondere die schnellste Radzeit des Frauenfeldes von 1:10:48 Stunden. Auf Platz zwei folgte Marlene Riedl vom LFV Oberholz in 2:28:53 Stunden. Denise Kottwitz vom TSV Cottbus komplettierte das Podium nach 2:32:10 Stunden. Bei den Männern gewann Routinier Maximilian Meißner vom Team Berlin souverän in 2:03:04 Stunden vor dem schnellsten Schwimmer Fabian Laube vom TuS Neukölln in 2:05:23 Stunden. Dritter wurde Lukas Determann vom BSV Friesen 1895 e.V. in 2:06:28 Stunden, der bis zum Radabstieg noch in Führung lag.
Ergbnisse Olympische Distanz
Supersprintdistanz (0.3 - 13 - 2.8 km)
Auch auf der Supersprint-Distanz waren zahlreiche Nachwuchsathletinnen und -athleten am Start. Bei den Frauen gewann Zoé Dierig vom SV Stahl Hennigsdorf in 44:58 Minuten. Sie erzielte sowohl beim Schwimmen als auch auf dem Rad und beim Laufen jeweils die schnellste Zeit des Frauenfeldes. Zweite wurde Nele von Daacke vom Potsdamer Laufclub in 48:10 Minuten vor Marie Bönisch-Etzkorn vom TSV Eintracht Karlsfeld in 48:39 Minuten. Auf Platz vier folgte die beste Berlinerin Amilia Mrosek vom TVB 09. Bei den Männern feierte der BSV Friesen einen Dreifacherfolg. Der Deutsche Vizemeister in der Jugend A Ben Oscar Radtke gewann in 35:53 Minuten vor Jonathan Friedenstab in 37:53 Minuten und David Strackow in 41:52 Minuten. Ben erzielte dabei in allen drei Disziplinen die schnellste Zeit des Männerfeldes.
Ergbenisse Supersprint-Distanz
Kindertriatlon (0.1 - 2.8 - 0.6 km)
Beim Kindertriathlon gewann bei den Jungen Elian Maempel in 12:18 Minuten denkbar knapp mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Konstantin Hein von Sisu Berlin. Beide absolvierten den Wettkampf von Start bis Ziel quasi gleichauf. Platz drei belgegte Elli Austin von den Weltraumjoggern. Schnellstes Mädchen war Jara Schwarz von der SG Neukölln. Sie erreichte nach 12:20 Minuten als Gesamtdritte das Ziel und gewann damit die Mädchenwertung. Emilia Martini vom BSV Friesen folgte nur eine Sekunde später. Platz drei ging an Käthe Lewerenz vom SC Neubrandenburg.
Herzlichen Glückwunsch an alle Siegerinnen und Sieger, Berliner Meisterinnen und Meister sowie alle Finisherinnen und Finisher. Ein großer Dank geht an die Ausdauerfreunde und Sisu Berlin sowie an die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die auch die diesjährige Auflage des Kallinchen Triathlons möglich gemacht haben.

Die Gesamtsieger auf der Sprintdistanz: Ellie Glieneke (Triathlon Potsdam) und Nickolas Lemmin (SCC Berlin Triathlon)
Berliner AK-Meister der AK55: 2. Johannes Brünink (TiB 1848), 1. Kerstin Snigola (TVB09), 1. Dirk-Oliver Beyer (TuS Neukölln), 3. Ingo Dziedzek (TSC Berlin)

Das AK-Podium der Männer AK60: 2. Karsten Lenzer (Tri Team Berlin), 1. René Landgraf (TuS Neukölln), 3. Thoralf Voigtländer (TVB09)

Berliner Meister in der AK70: Ferdinand Karnath Sen. (TuS Neukölln)

Das BM-Podium in der AK35: 3. Sebastian Weigert Weck (Teamwork Berlin), 1. Björn Hirte (BSV Friesen), 1. Lisa Bräuer (TVB09), 3. Karlos El-Khatib (TiB 1848)

Das BM-Podium in der AK40: 2. Tom Umlauft (KSV Ajax Berlin), 1. Eike Hartmann (TiB 1848), 1. Clara Nehrkorn (TiB 1848), 3. Stefan Klaue (Tri-Finisher Berlin)

Das Gesamt-Podium in der AK25: 2. Adrian Wippler, 2. Alexandra Wiegmann (AKK-Birkenheide), 1. Berliner AK-Meister David Suchodoll (TiB 1848), 1. Emily Webster (Triathlon Crew Berlin), 3. Anna Just (Energiequelle), 3. Gregor Boltz
Das BM Podium der Frauen AK30: 2. Annalena Kästl (TiB 1848), 1. Jessica Gottschalk (Tri-Finisher Berlin), ganz rechts BTU-Schatzmeister Thomas Wendt, der die Ehrungen durchgeführt hat
